PIM-System managen: Diese 5 Fehler sollten Sie vermeiden

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Ein PIM-System ist ein wichtiger Baustein für eine funktionierende Multichannel-Umsetzung. Unternehmen, die sich entschlossen haben, damit der Excel-Hölle zu entkommen, haben eine sinnvolle Entscheidung getroffen. Das Ziel, Produktdaten an einer zentralen Stelle vollständig, versioniert, qualitätsgesichert und möglichst medienneutral zu verwalten, ist auch einfach zu verlockend. Aber selbst wenn ein passendes System gefunden und erfolgreich eingeführt ist, bleiben noch reichlich Möglichkeiten, um es trotzdem gründlich zu vermasseln.
Diese fünf Fehler sollten Sie vermieden, um mehr aus ihrem PIM-System heraus zu holen:

Schlechtes Changemanagement.

Auch vor der Einführung eines PIM-Systems wurden schon Produktdaten verwaltet: In unabhängigen Geschäftsbereichen, mit unterschiedlichen Systemen, zu verschiedenen Zwecken.
Laufen nun alle Produktinformationen im PIM-System zusammen, um die Insellösungen und die damit verbundene Mehrarbeit zu vermeiden, müssen weiter alle Anforderungen bedient werden. Das bedeutet Veränderung. Die mag aber kaum jemand. Besonders nicht, wenn sie wirklich passiert.
Ziehen hier nicht alle Beteiligten mit, wirft das die Konsistenz Ihrer Produktkommunikation zurück. Auch mit einer PIM-Lösung.

Vorhandene Produktinformationen nicht verwenden.

Jedes Bröckchen an Information zu einem Produkt kann helfen, es zu verkaufen. Das neben den trockenen Fakten auch Texte, Bilder und Videos nützlich sind, hat sich bereits herum gesprochen. Aber auch von Kunden generierte Informationen wie Rezensionen und Bewertungen verwenden? Eher noch ein Novum. Was hält Sie davon ab, solche Elemente aus dem Kanal, in dem sie entstehen, zurück in das PIM zu holen, um sie dann auch für andere Kanäle verwenden zu können? Verschenken Sie diese Infos nicht.

Langsam werden.

Behalten Sie die Geschwindigkeit im Auge, mit der Sie Produktdaten an den Markt bringen können. Verkürzte Time-to-Market ist ein Nutzen, über den jeder PIM-Anbieter sprechen wird. Das ist aber nur eine Option, kein garantierter Effekt. Denn PIM ist dazu nur ein Werkzeug. Mit einer stumpfen Axt werden Sie aber länger brauchen, um einen Baum zu fällen. Nehmen Sie sich also Zeit, das Werkzeug ab und an zu schärfen.

Getting lost in Translation.

Sie haben für die Effizenz die verschiedenen Produktdatentöpfe zentralisiert. Verpassen Sie jetzt nicht, für die Relevanz zu lokalisieren. Und zwar nicht nur mit einer Übersetzung. Denn der für Griechenland wichtige Olivenbaumschüttler wird in Schweden auch in Landessprache kaum Jemanden interessieren.

Beispiel für Lokalisierung im Sortiment: Stihl bietet Geräte für lokal begrenzte Anwendungen an, hier Olivenbaumschüttler Das Zusammenspiel nicht fördern.

Beispiel für Lokalisierung im Sortiment: Stihl bietet Geräte für lokal begrenzte Anwendungen an, hier Olivenbaumschüttler

Das Zusammenspiel nicht fördern.

Online und offline Kanäle werden in ihrem Unternehmen möglicherweise von unterschiedlichen Abteilungen verantwortet. Dient ihr PIM nur dazu, den Bereichen die identischen Informationen zur Verfügung zu stellen, haben Sie zwar die Hygienefaktoren erfüllt, verschenken aber Potenzial. Denn ihrem Kunden ist es herzlich egal, dass der Katalog auf seinem Tisch von anderen Mitarbeitern gemacht wurde, als die Inhalte im Webshop. Er wird aber schnell merken, ob die Menschen miteinander gesprochen und dabei vielleicht eine Lösung gefunden haben, die ihm den Sprung von einem Kanal in den nächsten leichter macht.

 Gelungenes Beispiel für Hilfe beim Überwinden der Channel-Hürde: Mittels einem kleinen Scanner können aus dem Katalog Produkte erfasst werden um über den Webshop bestellt zu werden


Gelungenes Beispiel für Hilfe beim Überwinden der Channel-Hürde: Mittels einem kleinen Scanner können aus dem Katalog Produkte erfasst werden um über den Webshop bestellt zu werden

Fazit:

Die Analysten von Forrester bringen es auf den Punkt:

„Detailed product content is a differentiator when it comes to customer experience.“

(Forrester Research, Inc., The Forrester WaveTM: Product Information Management (PIM), Q2 2014)

Ein PIM-System nur als zentralen Datenverteiler zu sehen, ist zu wenig. Gehen Sie die Extrameile, um nicht nur Produktdaten aus ihren Silos zu holen, sondern Kunden auch eine bessere User experience zu bieten. Denn ein möglichst einfacher Zugang zu allen Produktdaten – über alle Zugänge in Kombination mit einer guten Verbindung der Kanäle untereinander – ist aus Sicht Ihrer Kunden genau das: Ein gutes Erlebnis.

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